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von Thomas Kohlruß in Auszügen:
So präsentiert sich „About Angst“ als durchkomponierte Suite, bei der jeder Ton überlegt platziert wirkt und an der richtigen Stelle sitzt. Trotzdem wirkt das Ganze nicht allzu verkopft, sondern kommt sogar ziemlich frisch und lebendig 'rüber. Die Musik bewegt sich im weiten Feld des symphonischen Retroprogs mit farbigen Arrangements, epischen Melodien und allerlei ausgefeilten instrumentalen Parts. Faszinierend ist dabei wie Roland Enders als Ein-Mann-Orchester Musik erklingen lässt, die von einem großen Ensemble, ja eben einem richtigen Orchester, eingespielt scheint. Schon der Opener „Angry Jake Suite“, also sozusagen eine Suite in der Suite, begeistert mit seinem überbordendem Sympho-Klang, in dem Flöten, Streicher, Bläser neben dem normalen Rockinstrumentarium ertönen. Und nichts klingt hier nach Plastik oder Retorte, faszinierend. So begleitet die Musik den Werdegang des Jake, mal dramatisch, mal einschmeichelnd, mal rockig-aggressiv, mal lyrisch, aber immer emotional und auf den Punkt. Höhepunkte sind die dramatische Anklage Jake gegen seinen Vater - „Father“ -, eingebettet in ein wunderschönes Streicherarrangement. Aber auch das abschließende „Culmination“, dessen Name Programm ist. „About Angst“ ist eine orchestral-symphonische Retroprog-Suite, die Genreliebhaber in Begeisterung versetzen sollte. Kleine Ausflüge in folkige oder gar mal bluesrockige („Mother“) Gefilde tragen da nur zum farbigen Gesamtbild bei.
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Die zweite CD - „Daydreamer“ - ist eine Sammlung unterschiedlicher Songs, die ihren Schwerpunkt aber immer noch im symphonischen Retroprog haben. Aber hier kommen auch andere Klangfarben wie leicht poppige Melodien, mehr folkige Elemente und auch mal kratziger Rock'n'Roll zum Tragen. Auch dieses Album bietet herausragenden Ohrenschmaus, gerade das treibende Instrumental „Dreams and Nightmares“ kann sofort begeistern. Ebenso das ruhige und wunderschöne „Poseidon's Realm“ oder das witzige „My Toaster is an Alien“. Roland Enders scheint nur so vor Ideen zu sprühen und diese Begeisterung kann man der Musik anhören. So ist „Daydreamer“ deutlich mehr als 'nur' eine Zugabe zu „About Angst“ (welches für mich in seiner dichten Gesamtheit allerdings schon das faszinierendere Werk ist).
Vieles könnte man noch sagen, über so einen Brocken von Musik (immerhin mehr als zwei Stunden Material...). Aber das würde langsam den Rahmen sprengen und ihr sollt ja noch was zu entdecken haben. Erwähnt werden muss allerdings noch die Produktion an sich. „Homerecording“, das hört sich ja immer so ein bisschen nach Proben-Keller und dumpfen Sound an. Hier dürfte Enders mit einer unglaublich transparenten und sogar einigermaßen druckvollen (nun, manchmal dürften vielleicht die Gitarren noch ein bisschen mehr knallen) Produktion Maßstäbe setzen. Das Ganze muss sich im Vergleich mit 'professionellen' Produktionen sicher nicht verstecken. Da scheint sich die Expertise und Erfahrung von Enders voll niederzuschlagen. Verblüffend finde ich vor allem wie echt und real gerade diverse Streicher-Parts klingen. Wie schon oben bemerkt, klingen lediglich ein paar Bläser etwas synthetisch. Selbstbewusst hat sich Enders auch gegen das „Loudness Race“ entschieden und bietet dem Hörer so das Erlebnis einer natürlichen und dafür umso beeindruckenderen Dynamik. Dafür dreht man dann gerne etwas mehr auf.
Jetzt müsste ich eigentlich noch das gelungene Artwork loben und die schicke Digipak-Verpackung, aber das Fazit sollte inzwischen ohnehin klar sein: Ein ambitioniertes Werk eines ambitionierten Künstlers, welches rund um gelungen ist und auf jeden Fall mal angetestet werden sollte.
Hier geht es zur ungekürzten Version.
von Sebastian Mack in Auszügen:
„About Angst / Daydreamer“ ist eine ambitionierte Doppel-CD des Musikers Roland Enders, die er zusammen mit einigen Freunden realisiert hat.
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Seine neueste Veröffentlichung präsentiert auf CD1 das komplexe und atmosphärisch dichte Konzeptwerk „About Angst“, dessen Geschichte von dem Grimmschen Märchen „Von einem, der auszog, das Fürchten zu lernen“ inspiriert ist.
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Stilistisch geht es retroproggig zu, epische Melodien treffen auf komplexe, oftmals klassisch anmutende Instrumentalarrangements, die Roland (mit Ausnahme des Schlagzeugs) überwiegend selbst eingespielt hat. Stefan Dittmar, der einst bei den Hamburger Progrockern Sophistree hinter der Schießbude saß, zeichnet sich für das variantenreiche und vitale Schlagzeugspiel auf beiden Scheiben verantwortlich. Hanspeter Hess (The Healing Road) steuert einige Keyboardspuren hinzu. Den Gesang teilen sich Thommy Frank von Projection (er singt den Charakter Jake), Claudia Salzig von Raubwal (als Sarah) sowie Roland Enders untereinander. Longtrack-Fetischisten kommen gleich beim fast 16-minütigen Opener „Angry Jake Suite“ auf ihre Kosten, aber auch das abschließende „Culmination“ sowie „Father“ und „Blackout“ bewegen sich zwischen 8 bis 15 Minuten. Besondere Beachtung sollte aber auch dem treibenden Instrumentalstück „The Ride“ geschenkt werden.
Die zweite CD „Daydreamer“ gehört nicht zum Konzept. Sie ist eine lose Songsammlung, die sehr vielschichtig daherkommt. Das Spektrum erstreckt sich von Progressive Rock, über Folk, Symphonic Rock bis hin zum Pop. Auf dieser Scheibe übernimmt Roland fast alle Gesangsspuren selbst. Lediglich in „I Wonder“ überlässt er Bettina Berchem das Mikro. ... Die Gesangsleistungen aller Beteiligten wissen zu überzeugen, wobei die Stimmfärbungen von Thommy Frank und Roland allerdings Geschmackssache sein dürften. Hört einfach rein und entscheidet selbst, ob sie Euch zusagen. Rolands Art zu singen erinnert etwas an Andy Tillison von The Tangent. Neben dem farbenfroh-verspielten Instrumental „Nordic Dance“, dem frickeligen "Dreams And Nightmares" und dem kammermusikalischen Kleinod „Poseidon's Realm“ sticht vor allem das lyrisch witzige „My Toaster Is An Alien“ (samt Satzgesang) hervor.
Auffällig ist die für eine Homestudio-Aufnahme hervorragende Klangqualität beider CDs. Der Sound ist differenziert und trotzdem dicht und klingt dabei nicht steril. Lediglich die Riffgitarren hätten deutlich druckvoller ausfallen können.
Wenn Ihr Bands wie Spock's Beard, The Tangent oder Camel mögt, wird Euch auch „About Angst / Daydreamer“ gefallen. Und mit einer Spielzeit von 2 Stunden und 20 Minuten gibt es schließlich auch reichlich Musik fürs Geld.
Hier geht es zur ungekürzten Version.
von Walter Sehrer in Auszügen:
Das angesehene Magazin für progressive Rockmusik vergibt 6 von 10 Punkten und schreibt:
Musikalisch erinnert tatsächlich vieles an Spock's Beard. So arbeitet die „Angry Jake Suite“ mit vielen Tempowechseln und symphonischen Momenten... Doch von der Art, wie man Prog fabriziert, versteht er viel, so dass Prog-Fans... auf ihre Kosten kommen können: harte, doch melodische Gitarrenläufe, Orgel-Soli, vertrackte Rhythmik. Verschiedene Sänger verstärken den Konzeptalbum-Charakter, und ab und an fließt Folk-Blut durch die Klänge... Für die Liebe zur Sache und das fantastische surreale Cover ein dickes Lob.
Andy Horn (Produzent): Endlich habe ich Zeit gefunden, die beiden Scheiben komplett durchzuhören und bin ehrlich gesagt überrascht auf welch hohem Niveau sich das alles abspielt. Nicht nur musikalisch auch tontechnisch ist es toll zu hören, was du mit den sicher überschaubaren Mitteln und Werkzeugen da geschaffen hast.
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habe gerade in deine/eure scheibe reingehört und bin fasziniert!!!! ich hoffe, ihr habt alle einmal die hörproben genossen, denn das ist richtig grosses kino. seeehr zu empfehlen und auch aus meiner sicht mit einer absoluten kaufempfehlung verbunden!!!!
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Hallo Roland! Danke für die sehr schnelle Lieferung und für die Klasse-CD! Ich höre diese mir nun schon zum dritten Mal an und finde sie immer besser! Auch hierbei ist mein Geld gut angelegt!
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Lieber Roland! Nachdem ich mit der facettenreichen CD 2 begonnen habe und sie mehrmals mit Freude gehört habe, ist nun CD 1 (die eigentliche CD) dran. Sie gefällt mir nach den ersten zwei Durchläufen fast ausnahmslos gut - da hast Du echt Großes hingekriegt :clap: Brauch nun noch Zeit für weitere Durchläufe, aber der Ersteindruck ist klasse.